Was ist Tesla Assisted Driving (TAD)?

Die Umbenennung von FSD (Supervised) erklärt · Zuletzt aktualisiert:

Seit dem 9. Oktober 2026 vermarktet Tesla sein Fahrerassistenzsystem in Europa nicht mehr als „Full Self-Driving (Supervised)“, sondern als „Tesla Assisted Driving“. Die alten FSD-Seiten auf den europäischen Tesla-Websites – unter anderem in Deutschland, Spanien, den Niederlanden und der Slowakei – leiten laut Reuters auf eine neue Seite weiter.

Warum der neue Name?

Das Bundesverkehrsministerium (BMV) bezeichnete den Namen „FSD“ am 6. Oktober 2026 als „etwas irreführend“: Das System übernehme nicht die vollständige Fahraufgabe, der Fahrer müsse jederzeit aufmerksam bleiben. Tesla habe in Gesprächen mit Minister Steffen Bilger im September angeboten, das System in „Tesla Assisted Driving“ umzubenennen. Im selben Zug einigten sich BMV und Tesla darauf, dass das System die zulässige Höchstgeschwindigkeit um maximal 10 % überschreiten darf; Deutschland unterstützt seither eine zeitnahe EU-weite Genehmigung.

Quellen: BMV, 06.10.2026 · TechCrunch, 09.10.2026 · Reuters (via CNA), 09.10.2026 · Electrek, 09.10.2026

FSD vs. TAD auf einen Blick

VorherSeit 9. Oktober 2026
Name in EuropaFull Self-Driving (Supervised), „FSD“Tesla Assisted Driving, „TAD“
Name in den USAFull Self-Driving (Supervised)unverändert
AutomatisierungsstufeSAE Level 2 (Assistenz)unverändert
VerantwortungFahrerFahrer (laut BMV „zu 100 Prozent“)
Zulassungsstatusunverändert: 8 von 27 EU-Staaten national, EU-weit offen

Wie läuft die Zulassung in Europa?

Die niederländische Behörde RDW hat am 10. April 2026 eine vorläufige EU-Typgenehmigung nach Art. 39 der Verordnung (EU) 2018/858 erteilt. Andere Staaten können diese national übernehmen. Für eine EU-weite Zulassung muss der Technische Ausschuss Kraftfahrzeuge (TCMV) mit qualifizierter Mehrheit zustimmen: mindestens 15 der 27 Staaten, die zusammen mindestens 65 % der EU-Bevölkerung vertreten. Eine Abstimmung ist frühestens im Dezember 2026 zu erwarten. Den aktuellen Stand je Land zeigt die Europakarte; zu Deutschland siehe TAD in Deutschland.

Häufige Fragen

Was ist Tesla Assisted Driving?

Tesla Assisted Driving (TAD) ist seit dem 9. Oktober 2026 der europäische Name von Teslas Fahrerassistenzsystem, das zuvor „Full Self-Driving (Supervised)“ (FSD) hieß. Es kann lenken, bremsen und beschleunigen, ist aber ein Assistenzsystem der SAE-Stufe 2: Der Fahrer muss jederzeit aufmerksam sein und bleibt verantwortlich.

Ändert sich durch den neuen Namen etwas an der Funktion?

Nein. Es handelt sich laut Berichten nur um eine Umbenennung auf den europäischen Tesla-Websites; am Zulassungsstatus ändert sie nichts.

Heißt das System in den USA auch TAD?

Nein. Laut Reuters verwendet die US-Website weiterhin den Namen „Full Self-Driving (Supervised)“.

Wo ist TAD in Europa zugelassen?

Derzeit in 8 von 27 EU-Staaten: Niederlande, Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien, Tschechien, Kroatien. Eine EU-weite Abstimmung ist frühestens im Dezember 2026 zu erwarten.